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Rezentes

Hier stellen wir für Sie laufend aktuelle Informationen zur Kunstrestitution in Österreich zusammen.

Symposium 2011

Die Kommission für Provenienzforschung veranstaltete von 23. - 25. März 2011 ein Symposium zum Thema "Kunst sammeln - Kunst handeln".

Die Beiträge der Referentinnen und Referenten werden als Band 3 der Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung im Böhlau Verlag voraussichtlich im Frühjahr 2012 erscheinen.

Schriftenreihe_Band3.pdf

Das Programm und die Abstracts stehen hier zur Verfügung:

Abstracts zum Symposium
Symposium_Abstracts.pdf

Programm für das Symposium 2011
Symposium_Programm.pdf

Oberösterreichische Landesmuseen und Universitätsbibliothek Wien seit September 2011 online

Die Oberösterreichischen Landesmuseen betreiben seit 1999 Provenienzforschung. Nach der Erstellung eines ersten internen Berichts im Jahr 2000 wurde die Universität Linz mit einem Forschungsprojekt zu Raubkunst und Restitution in Oberösterreich betraut. Nach Abschluss des Projekts wurden zahlreiche Objekte restituiert, Objekte mit unbekannter Herkunft auf der Homepage http://www.landesmuseum.at/ueber/provenienzforschung/ sowie in einer eigenen Publikation veröffentlicht.

Die Oberösterreichischen Landesmuseen haben nun auch dem Nationalfonds Kunst- und Kulturgegenstände zur Aufnahme in die Kunst-Datenbank übermittelt. Dabei handelt es sich vorwiegend um Objekte, die das Landesmuseum als "Depot" aus den Beständen der amerikanischen Collecting Point-Verwaltung Anfang der 1950er Jahre übernommen hat. Die betreffenden Gemälde gehörten ursprünglich zum Bestand des "Sonderauftrag Linz" und wurden größtenteils über den deutschen Kunsthandel erworben. Daneben werden auch Grafiken veröffentlicht, die 1939 von der lokalen GESTAPO in das Landesmuseum eingebracht wurden.

Mit dem Projekt beauftragt wurde das Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz unter Projektleitung von Univ.Prof. Dr. Michael John. Projektmitarbeiterinnen waren Univ.Ass. Dr. Birgit Kirchmayr (Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, Johannes Kepler Universität) sowie Dr. Friedrich Buchmayr (Bibliothek, Stift St. Florian).

Oberösterreichisches Landesmuseum

Museumstraße 14
4020 Linz
Tel:+43-0732-774482-42
Fax: +43-0732-774482-66
email: direktion@landesmuseum.at


Die Universitätsbibliothek Wien (UB Wien) war die erste Universitätsbibliothek in Österreich, die im Jahr 2004 ein Projekt zur Provenienzforschung einrichtete. Obwohl die Bestände nicht unter Kunstrückgabegesetz fallen, hat sich die UB Wien entschlossen, analog dazu zu verfahren. Von 2004 bis 2008 beschäftigte sich ein Forschungsprojekt an der Hauptbibliothek mit der Aufarbeitung dieser bedenklichen Erwerbungen, von 2006 bis 2010 wurden mit einem zweiten Projektteam auch die Fachbereichs- und Institutsbibliotheken gesichtet.

Insgesamt wurden an der UB Wien etwa 400.000 Bände überprüft und bedenkliche Bestände aufgenommen. Seit 2009 konnten bereits einige Restitutionen durchgeführt werden. Über einen Sucheinstieg im Online-Katalog der UB Wien sind diese abrufbar.

Weitere Informationen finden Sie auf die Website.

Mag. Markus Stumpf, MSc
email:markus.stumpf@univie.ac.at

Neue Internet Plattform "NS-Quellen"

Die Internet Plattform www.ns-quellen.at ist ein online-Plattform, die Informationen über Vermögensentzug sowie Rückstellungen und Entschädigungsmaßnahmen der Republik Österreich anbietet. Es sind auch Informationen über jene Vermögenswerte enthalten, die während des österreichischen Ständesstaates in den Jahren 1933-38 entzogen und ebenfalls nach 1945 rückgestellt wurden. Die Plattform ist eine Art Wegweiser zu den Archivbeständen undzu dem historischen Grundbuch. Sie bietet einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen – alle relevanten Gesetze sind hier versammelt und im Originaltext direkt zugänglich. Unter den Literaturhinweisen findet man unter anderem die weiterführende Literatur zum Thema Kunstraub während der NS-Zeit. Das Schwergewicht der Auswahl liegt auf den Restitutionsberichten österreichischen Museen.


Seit 22. Oktober 2010 bietet der Nationalfonds eine aktualisierte Version der Kunst-Datenbank. In Zusammenarbeit mit der Kommission der Provenienzforschung und den Erfahrungen des Nationalfonds der letzten Jahre konnte die seit Oktober 2006 im Internet verfügbare Datenbank noch benutzerfreundlicher gestaltet werden.

Ein wesentliches Anliegen des Nationalfonds war es, die Datenbank barrierefrei zu gestalten. Die Aktualisierung wird bis Ende 2010 abgeschlossen. Darüber hinaus wurden die Abfragemöglichkeiten erweitert. Nun können alle Objekte auch nach Museen und Inventarnummer abgefragt werden.

Ein weiteres wichtiges Ziel war es, sämtliche in der Datenbank befindlichen Objekte noch transparenter aufzubereiten. In Zusammenarbeit mit der Kommission für Provenienzforschung konnten die bestehenden Datenbank-Bestände zwei Gruppen zugeordnet werden.

Somit wird überblicksmäßig ersichtlich, bei welchen Objekten es sich um offene Fälle handelt und bei welchen die zuständigen Gremien eine Entscheidung getroffen haben oder die Forschung Klarheit über die Unbedenklichkeit des ursprünglich als bedenklich eingestuften Objektes schaffen konnte.

Die UserInnen können somit anhand des "Restitutionsstatus" beispielsweise auslesen, welche Objekte bereits ausgefolgt wurden, sich noch in Prüfung befinden oder in welchen Fällen ErbInnen von identifizierten VorbesitzerInnen gesucht werden.


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